-

Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Presse-Information
Berlin, 04.11.2011
Arbeitskampf
Fragen und Antworten zur Tarifrunde 2011 mit der TdL
Nach fünf Verhandlungsrunden hat der Marburger Bund (MB) am 30. September 2011 die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung über einen Ärztestreik in landeseigenen Universitätskliniken eingeleitet. Die Urabstimmung ergab ein eindeutiges Votum: 97,4 Prozent der Ärzte sprachen sich für die Aufnahme von Arbeitskampfmaßnahmen in den Unikliniken der Länder (Tarifbereich TdL) aus. Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes beschloss daraufhin, Vorbereitungen für einen unbefristeten Vollstreik an 23 Unikliniken der Länder zu treffen, der am 7. November beginnen wird.
Der Streik hätte vermieden werden können,
• wenn die TdL ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und nicht auf einem Tarifdiktat unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate im Jahr 2011 bestanden hätte;
• wenn die TdL Vorschläge des Marburger Bundes zur Verbesserung der Einnahmenseite der Unikliniken nicht aus vordergründigen, politischen Motiven pauschal abgelehnt hätte;
• wenn die TdL nicht verlangt hätte, dass die Uniklinik-Ärzte substanzielle Verbesserungen der Tarifsituation u.a. durch längere Arbeitszeiten oder Verzicht auf Urlaubstage selbst finanzieren;
• wenn sich die TdL als fairer Verhandlungspartner erwiesen hätte, der sich der Bedeutung arztspezifischer Tarifregelungen für die Konkurrenzfähigkeit der Kliniken bewusst ist.
Die TdL hat es allein in der Hand, die Dauer dieses Tarifkonflikts zu bestimmen. Sobald sie dem Marburger Bund ein zustimmungsfähiges Angebot unterbreitet, kann der Arbeitskampf ausgesetzt werden.
Der Streik hätte vermieden werden können,
• wenn die TdL ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und nicht auf einem Tarifdiktat unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate im Jahr 2011 bestanden hätte;
• wenn die TdL Vorschläge des Marburger Bundes zur Verbesserung der Einnahmenseite der Unikliniken nicht aus vordergründigen, politischen Motiven pauschal abgelehnt hätte;
• wenn die TdL nicht verlangt hätte, dass die Uniklinik-Ärzte substanzielle Verbesserungen der Tarifsituation u.a. durch längere Arbeitszeiten oder Verzicht auf Urlaubstage selbst finanzieren;
• wenn sich die TdL als fairer Verhandlungspartner erwiesen hätte, der sich der Bedeutung arztspezifischer Tarifregelungen für die Konkurrenzfähigkeit der Kliniken bewusst ist.
Die TdL hat es allein in der Hand, die Dauer dieses Tarifkonflikts zu bestimmen. Sobald sie dem Marburger Bund ein zustimmungsfähiges Angebot unterbreitet, kann der Arbeitskampf ausgesetzt werden.

