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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Pressemitteilung
Berlin, 25. August 2010 - 75/10
Marburger Bund fordert mehr Hygienefachpersonal in den Krankenhäusern
„Die Patientenzahlen steigen, die Krankheitsfälle werden komplexer. Trotzdem ist in keiner anderen Industrienation die Personalausstattung der Krankenhäuser so knapp wie in Deutschland. Für gute Hygienebedingungen in Krankenhäusern brauchen wir mehr qualifiziertes Personal - ohne dass andere Stellen dafür gestrichen werden“, fordert Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. „Hygiene ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Ärzte, Pflegepersonal und die Krankenhausleitung brauchen dafür Zeitreserven. Das Personal muss Gelegenheit haben, routinierte Abläufe zu hinterfragen, zu reflektieren und zu verbessern“, sagte Henke. In jedem Krankenhaus sollte es deshalb einen Hygieneplan, eine Hygienekommission und einen Hygienebeauftragten geben.
Notwendig sei mehr Hygienefachpersonal, das die Klinikmitarbeiter beraten und motivieren könne. „An den medizinischen Fakultäten wollen wir das Fach Hygiene als eigenständiges Institut erhalten. Wenn die Sonderkonferenz der Gesundheitsminister sich mit dem Thema Hygiene befasst, dann muss sie auch besprechen, wie man den Trend zur Entwertung des Faches Hygiene umkehrt, wie man die nötigen finanziellen Mittel für zusätzliches Hygienepersonal aufbringt und wie man Lehrstühle für Hygiene nachbesetzt“, sagte Henke.
Auch die infektionshygienische Überwachung der Krankenhäuser durch die Gesundheitsämter dürfe nicht an mangelnder Personalausstattung scheitern. „Die Zunahme multiresistenter Erreger erfordert konsequentes Handeln auf allen Ebenen. Viel ist gewonnen, wenn Hände-Desinfektion noch selbstverständlicher wird. Wir unterstützen deshalb seit Jahren sehr bewusst die ‚Aktion Saubere Hände’“.
Der schnelle Ruf nach neuen gesetzlichen Regelungen verdecke, dass es schon jetzt bundeseinheitliche Richtlinien und eine Vielzahl anderer Vorschriften gibt, die zu beachten seien. So erstelle die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut, in der neben dem Bundesgesundheitsministerium auch die obersten Landesgesundheitsbehörden vertreten sind, auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes Empfehlungen zur Prävention nosokomialer Infektionen sowie zu betrieblich-organisatorischen und baulich-funktionellen Maßnahmen der Hygiene in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen.
Notwendig sei mehr Hygienefachpersonal, das die Klinikmitarbeiter beraten und motivieren könne. „An den medizinischen Fakultäten wollen wir das Fach Hygiene als eigenständiges Institut erhalten. Wenn die Sonderkonferenz der Gesundheitsminister sich mit dem Thema Hygiene befasst, dann muss sie auch besprechen, wie man den Trend zur Entwertung des Faches Hygiene umkehrt, wie man die nötigen finanziellen Mittel für zusätzliches Hygienepersonal aufbringt und wie man Lehrstühle für Hygiene nachbesetzt“, sagte Henke.
Auch die infektionshygienische Überwachung der Krankenhäuser durch die Gesundheitsämter dürfe nicht an mangelnder Personalausstattung scheitern. „Die Zunahme multiresistenter Erreger erfordert konsequentes Handeln auf allen Ebenen. Viel ist gewonnen, wenn Hände-Desinfektion noch selbstverständlicher wird. Wir unterstützen deshalb seit Jahren sehr bewusst die ‚Aktion Saubere Hände’“.
Der schnelle Ruf nach neuen gesetzlichen Regelungen verdecke, dass es schon jetzt bundeseinheitliche Richtlinien und eine Vielzahl anderer Vorschriften gibt, die zu beachten seien. So erstelle die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut, in der neben dem Bundesgesundheitsministerium auch die obersten Landesgesundheitsbehörden vertreten sind, auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes Empfehlungen zur Prävention nosokomialer Infektionen sowie zu betrieblich-organisatorischen und baulich-funktionellen Maßnahmen der Hygiene in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen.

