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Marburger Bund trauert um Dr. Erich Liese
Mitbegründer des Marburger Bundes starb im Alter von 99 Jahren
Am Donnerstag vergangener Woche, 26. August, verstarb in Leverkusen-Opladen Dr. Erich Liese, einer der Wegbereiter und Mitbegründer des Marburger Bundes. Er wurde 99 Jahre alt. „Mit Erich Liese verlieren wir einen Mann der ersten Stunde aus der Anfangszeit des Marburger Bundes. Unter den Jungärzten, die den Marburger Bund 1946/47 ins Leben gerufen haben, war er der älteste und im Beruf erfahrenste Kollege. Es war maßgeblich Erich Lieses Verdienst, dass der in Gründung befindliche Verband schnell über eine funktionierende Infrastruktur verfügte. Wir trauern um einen hervorragenden Kollegen und wichtigen Geburtshelfer unserer Ärztegewerkschaft und werden Erich Liese stets ein ehrendes Andenken bewahren“, würdigte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, die bleibenden Verdienste Lieses.

Die ersten Treffen der „Arbeitsgemeinschaft der Jungärzte innerhalb der Ärztekammer“, der westdeutschen Vorläuferorganisation des Marburger Bundes, fanden im Frühjahr 1946 in der Röntgenabteilung der Städtischen Universitätsklinik in Köln statt, wo Erich Liese als Oberarzt tätig war. Liese hatte zuvor bei allen Kölner Krankenhäusern angerufen und gebeten, jeweils einen Obmann der Assistenzärzte zu wählen. Bei weiteren Treffen bildete sich eine kleine Sprechergruppe heraus, die von Erich Liese angeführt wurde. Liese stellte in seinem Opladener Haus kurzerhand einen Raum zur Verfügung, der als erste vorläufige Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft diente.

Hohe Anerkennung erwarb sich Erich Liese auch in seinem Fachgebiet, der Radiologie. Er erhielt an der Universitätsklinik Köln schon früh einen Lehrauftrag im Fach Radiologie. Im Jahr 1975 gründete er dann ein eigenes Institut für Röntgenologie und Nuklearmedizin und leitete das entsprechende Medizininstitut an der Kernforschungsanlage Jülich.

(30.08.2010)
Vorstand und Hauptgeschäftsführung des Marburger Bund Bundesverbandes


Marburger Bund Zeitung

„Freiheitsrechte sind für alle da“
Kommentare zur BDA-DGB-Initiative in der neuen „MBZ“
Wie war es möglich, dass sich der DGB an die Spitze einer Initiative zur Aushöhlung von grundlegenden Arbeitnehmerrechten setzen konnte? Der renommierte Arbeitsrechtler Prof. Dr. Wolfgang Däubler hat darauf eine Antwort. In einem Gastkommentar für die „Marburger Bund Zeitung“ nennt er Motive und Hintermänner der gemeinsamen Initiative von Arbeitgebern und DGB zur gesetzlichen Festschreibung des Grundsatzes der Tarifeinheit: „Nach allem, was man weiß, war Verdi die treibende Kraft für die gemeinsame Erklärung und den Gesetzentwurf. Frank Bsirske als Vorsitzender machte die Angelegenheit zur Chefsache.“ Däubler erinnert daran, dass der Verdi-Bundesvorsitzende vor drei Jahren auf dem Bundeskongress der Dienstleistungsgewerkschaft noch ganz andere Töne angeschlagen hat und „willfährige Richter“ (des Nürnberger Arbeitsgerichts) dafür kritisierte, dass sie den Lokführern mit Verweis auf die Tarifeinheit ein dreimonatiges Streikverbot auferlegt hatten. Damals sprach er sich für eine gewerkschaftspolitische Auseinandersetzung mit Konkurrenzgewerkschaften aus. Jetzt ist Bsirske auf einmal dafür, die Konkurrenz per Gesetz zu drangsalieren.

Bsirske und seine DGB-Mitstreiter wollten sich „ein Ruhekissen verschaffen“. Däubler zweifelt aber daran, dass die Verdi-Spitze die tatsächlichen Folgen wirklich überschaue und prophezeit ein Scheitern der BDA-DGB-Initiative: „Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz garantiert jeder Gewerkschaft Tarifautonomie und Streikrecht. Es gibt nicht „die“ Tarifautonomie als vorgegebene Größe, an der alle teilhaben und die irgendwie geordnet werden müsste. Jede Gewerkschaft hat ebenso wie die Arbeitgeberseite das Freiheitsrecht, Tarifverträge abzuschließen und dafür zu streiken. Beides kann man Minderheitsorganisationen nicht einfach nehmen und bei den „Großen“ monopolisieren, das lässt die Verfassung nicht zu. Und das ist gut so: Freiheitsrechte sind für alle da, auch für diejenigen, die man aus irgendwelchen Gründen nicht besonders schätzt.“

Ausführliche Berichte und weitere Kommentare zum Thema Koalitionsfreiheit und anderen Themen lesen Sie in der neuen Ausgabe der „MBZ“.

(27.08.10)
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Krankenhaushygiene

Marburger Bund fordert mehr Hygienefachpersonal in den Krankenhäusern
„Die Patientenzahlen steigen, die Krankheitsfälle werden komplexer. Trotzdem ist in keiner anderen Industrienation die Personalausstattung der Krankenhäuser so knapp wie in Deutschland. Für gute Hygienebedingungen in Krankenhäusern brauchen wir mehr qualifiziertes Personal - ohne dass andere Stellen dafür gestrichen werden“, fordert Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. „Hygiene ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Ärzte, Pflegepersonal und die Krankenhausleitung brauchen dafür Zeitreserven. Das Personal muss Gelegenheit haben, routinierte Abläufe zu hinterfragen, zu reflektieren und zu verbessern“, sagte Henke. In jedem Krankenhaus sollte es deshalb einen Hygieneplan, eine Hygienekommission und einen Hygienebeauftragten geben.
(25.08.10)
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MVZ
Ärztliche Entscheidungen garantiert?
Kommentar des MB-Vorsitzenden Rudolf Henke zu neuen Konzepten in der ambulanten Versorgung
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, der Deutsche Ärzte-Verlag und KVmed, eine Tochtergesellschaft der Aeskulap-Stiftung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), haben die Patiomed AG (Patientenorientierte Medizin) gegründet. Auch die Schweizer Beteiligungsgesellschaft CP Capital Partners AG gehört zu den Gesellschaftern. Die Patiomed Aktiengesellschaft hat das Ziel, Medizinische Versorgungszentren unter einer gemeinsamen Dachmarke zu etablieren. Die Ambitionen der KBV und das Konzept der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zur ambulanten Versorgung kommentiert Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes: ...
(18.08.10)
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Gesundheitspolitik
Marburger Bund warnt vor Personalabbau in den Kliniken
„Mehr Zeitreserven der Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern für die Begegnung mit den Patienten“ fordert der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke. Notwendig sei eine Überprüfung der vorgesehenen Einsparungen bei den Krankenhausvergütungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Mitarbeiter der Kliniken. „Es darf auf keinen Fall passieren, dass der Personalabbau nun wieder losgeht“, sagte der Internist in einem Kommentar zum derzeit zirkulierenden Diskussionsentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur GKV-Finanzreform. Vor dem Hintergrund steigender und schwieriger werdender Behandlungsfälle in den Kliniken gingen die vorgesehenen Einschnitte in den Krankenhausvergütungen „mit Sicherheit an den Rand des Erträglichen, wenn nicht sogar darüber hinaus“.
(17.08.10)
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Tarifrecht
Marburger Bund begrüßt klarstellendes Rechtsgutachten zur Tarifeinheit

Die Initiative von Arbeitgeberverbänden und DGB für ein Gesetz zur Festschreibung der Tarifeinheit hat erneut das Urteil „verfassungswidrig“ erhalten. In einem vom Deutschen Beamtenbund (dbb tarifunion) in Auftrag gegebenen und heute vorgelegten Gutachten vertritt der renommierte Tübinger Rechtsprofessor Hermann Reichold die Auffassung, dass die von Arbeitgebern und DGB vorgesehene Verdrängung eines geltenden Tarifvertrags durch den Tarifvertrag einer Mehrheitsgewerkschaft einen verfassungswidrigen Eingriff in das Grundrecht aus Art. 9 Abs. 3 GG (Koalitionsfreiheit) darstellt.
(05.08.10)
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Marburger Bund Zeitung
Angriff auf die Koalitionsfreiheit: MB alarmiert die Mitgliedschaft
Ausführliche Informationen in der neuen MBZ
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat Recht gesprochen: Die Verdrängung eines Tarifvertrages nach dem Dogma der Tarifeinheit („Ein Betrieb – ein Tarifvertrag“) verstößt gegen die im Grundgesetz garantierte Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3 GG). Das wegweisende, von Marburger Bund-Mitgliedern erstrittene Urteil des BAG vom 7. Juli 2010 besagt, dass die Rechtsnormen eines Tarifvertrags, die den Inhalt, den Abschluss und die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, in den jeweiligen Arbeitsverhältnissen eines Betriebes unmittelbar gelten. Auch künftig können in einem Betrieb mehrere Tarifverträge nebeneinander bestehen. Was in der Realität schon seit Jahren gang und gäbe ist und den Unternehmen in der Anwendung keinerlei Probleme bereitet, wird jetzt auch in der Rechtsprechung nachvollzogen.

Die geänderte Rechtsprechung haben die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) und – in deren Schlepptau – auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nun zum Anlass für eine Initiative genommen, mit der sie das Dogma der Tarifeinheit durch die Hintertür wieder einführen wollen. Nach dem Gesetzesvorschlag soll im Grundsatz gelten, dass bei konkurrierenden Tarifverträgen nur derjenige anwendbar ist, an den die Mehrzahl der Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb gebunden ist. Für dessen Laufzeit soll die Friedenspflicht auch gegenüber anderen Gewerkschaften gelten, so dass in dieser Zeit Arbeitskämpfe ausgeschlossen wären. Arbeitnehmer, die nicht Mitglieder der dann tarifführenden Gewerkschaft sind, wären dieser aber dennoch auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - ohne etwas daran ändern zu können.

Dagegen macht der Marburger Bund mit einer Informationskampagne mobil. „Rettet die Koalitionsfreiheit“ (www.rettet-die-koalitionsfreiheit.de) lautet das Motto dieser Kampagne, mit der zunächst die Mitglieder über den Stand der Dinge unterrichtet werden. Zugleich werden sie aufgerufen, aktiv gegen die grundgesetzwidrige Gesetzesinitiative vorzugehen und die Abgeordneten ihres Wahlkreises anzuschreiben.

Die „Marburger Bund Zeitung“ berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über die Hintergründe der Kampagne und das weitere Vorgehen des MB.

(05.08.10)
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Summer School Clinical Skills
Praktische Fähigkeiten für das PJ trainieren
Um Medizinstudierende besser auf ihre Berufsrealität vorzubereiten, sind in den zurückliegenden Jahren an etlichen Universitäten sogenannte „Skill Labs“ entstanden, in denen die Studierenden praktische und kommunikative Fertigkeiten trainieren können. Erstmals bietet die Marburger-Bund-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Trainingszentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Aachen Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen einer Summer School praktische Fähigkeiten für das PJ zu erlernen und zu trainieren. Vom 30. September bis 2. Oktober können Studierenden vor dem Praktischen Jahr (PJ) Fertigkeiten wie ZVK-Anlage, Naht- und Knotentechnik, fallbasierte EKG-Befundung sowie die Bedienung von Überwachungsmonitoren und Spritzenpumpen trainieren. Der Kurs findet in Aachen statt und ist für MB-Mitglieder kostenlos. Noch sind einige freie Plätze vorhanden.
(05.08.10)
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Tarifrecht

Dogma der Tarifeinheit ist mit Grundrechten der Arbeitnehmer nicht vereinbar
„Die Auffassung der Arbeitgeber zur Tarifeinheit hält einer verfassungsgemäßen Prüfung nicht stand. Wir sehen in dem Versuch, das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 7. Juli 2010 wieder rückgängig zu machen, einen Angriff auf unsere in der Verfassung verbrieften Grundrechte. Dagegen werden wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen“, kommentierte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes, die heutigen Verlautbarungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Das im Auftrag der BDA erstellte Gutachten des Verfassungsrechtlers Scholz stehe im klaren Widerspruch zu bisher bekannt gewordenen Auffassungen anderer Verfassungsjuristen und des Bundesarbeitsgerichts. „Um es klar zu sagen: Die Arbeitgeber bedienen sich der Rechtsauffassung eines in dieser Frage offensichtlich in seiner Zunft weitgehend isolierten Verfassungsjuristen“, sagte Ehl.
(29.07.10)
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Tarifrecht

Berufs- und Spezialgewerkschaften verteidigen Tarifpluralität
Die Berufs- und Spezialgewerkschaften Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Marburger Bund (MB), Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), Führungskräfteverband Chemie (VAA) und Vereinigung Cockpit (VC) haben diese Woche bei einem gemeinsamen Treffen in Frankfurt die Arbeitsrechtsexperten Prof. Dr. Wolfgang Däubler und Prof. Dr. Volker Rieble mit der Erstellung eines Rechtsgutachtens beauftragt. Anlass hierfür war der Entschließungsantrag der rheinland-pfälzischen Landesregierung vom 6. Juli im Bundesrat. Hierin stellte sich diese hinter die Forderungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Änderung des Tarifvertragsgesetzes und der Koalitionsfreiheit. Die beiden unabhängigen Gutachter sollen nun klären, inwieweit Vorschläge zur Veränderung der Koalitionsfreiheit und der Tarifpluralität mit dem Grundgesetz und der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar sind.
(16.07.10)
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Familienfreundliches Krankenhaus
Der Marburger Bund zum Runden Tisch „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Anlässlich der ersten Sitzung des Runden Tisches „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ im Bundesministerium für Gesundheit betonte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, die besondere Bedeutung dieses Themas für die Erhöhung der Attraktivität des Arztberufes und die damit verbundene Bekämpfung des Ärztemangels. Unzureichende Vereinbarkeit stelle einen der wichtigsten Gründe für die Abwanderung von Ärztinnen und Ärzten in alternative Berufsfelder und ins Ausland dar, erklärte Henke.

(15.07.10)
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Marburger Bund Zeitung
Rösler fordert ein "bisschen mehr Kreativität" der Klinikarbeitgeber
Als „eine Bewährungsprobe für den Föderalismus und die Selbstverwaltung“ hat Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler die Behebung des Ärztemangels bezeichnet. Im Interview mit der „Marburger Bund Zeitung“ sagte Rösler, Bund, Länder, Gemeinden und die Selbstverwaltung müssten gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Klinikarbeitgeber forderte Rösler auf, durch „flexible Arbeitszeitmodelle und eine möglichst eigene Kinderbetreuung, die auf den Schichtdienst abgestimmt ist“, mehr Engagement bei der Schaffung familienfreundlicher Bedingungen zu beweisen. „Mit ein bisschen mehr Kreativität kann man hier zu Verbesserungen kommen“, so der Minister. Zugleich stellte er klar, dass eine Änderung der EU-Arbeitszeitrichtlinie nicht prioritär sei, da die Rechtsprechung des EuGH zum Bereitschaftsdienst in Deutschland frühzeitig mit der Neuregelung des Arbeitszeitgesetzes umgesetzt worden sei. „Diese Regelungen gewährleisten, dass gerade die im Krankenhaus arbeitenden Ärztinnen und Ärzte nicht überlange Dienstzeiten haben, was auch den behandelten Patientinnen und Patienten zugute kommt. Dafür werde ich mich auch weiterhin einsetzen“, bekräftigte Rösler.

Der vollständige Text des Interviews ist ab sofort auf den Internetseiten der MBZ abrufbar.

(14.07.10)
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Tarifrecht
Henke: „Tarifpluralität ist gelebte und bewährte Realität an den Krankenhäusern“
MB-Vorsitzender kritisiert rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative zur Tarifeinheit
Als unbedacht und für den Zusammenhalt in der deutschen Gesellschaft schädlich hat der Marburger Bund den angekündigten Bundesratsantrag des Landes Rheinland-Pfalz zur Wiederherstellung eines dualen Tarifmonopols nach dem gemeinsamen Konzept von BDA und DGB bezeichnet. Das darin propagierte Dogma der Tarifeinheit ist mit dem Grundrecht der Koalitionsfreiheit unvereinbar. Dies geht eindeutig aus dem gestrigen Urteil des Bundesarbeitsgerichts hervor.

„Die Arbeitnehmer in unserem Land können frei ihre Gewerkschaft wählen und frei darüber entscheiden, wer für sie Tarifverträge aushandelt. Wer dieses Recht in Frage stellt, rüttelt an Grundfesten unserer Demokratie“, sagte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke. „Das Bundesarbeitsgericht hat zweifelsfrei festgestellt, dass die Tarifeinheit keine Funktionsbedingung der Tarifautonomie ist. Das Konstrukt Tarifeinheit durch Einheitstarifvertrag ist von der Wirklichkeit längst überholt. Tarifpluralität ist gelebte und bewährte Realität in den Krankenhäusern“, betonte Henke.
(08.07.10)
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Sterbehilfe
Freispruch kein Freibrief für eigenmächtiges Handeln

MB-Vorsitzender Henke zum sogenannten Sterbehilfe-Urteil des BGH
Der Marburger Bund warnt davor, das heutige Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen als Aufruf zu eigenmächtigem Handeln Angehöriger in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen misszuverstehen. „Der Freispruch für den Rechtsanwalt ist kein Freibrief für eigenmächtiges Vorgehen bei der Entscheidung über die Fortsetzung von lebenserhaltenden Maßnahmen“, sagte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke. Das Gericht habe lediglich die geltende Rechtslage klargestellt, nach der es einzig und allein auf den Willen des Patienten ankommt, ob ärztliche Maßnahmen beendet werden können. Gebe es keine schriftliche Patientenverfügung, seien die Behandlungswünsche oder der mutmaßliche Wille des Patienten anhand konkreter Anhaltspunkte, etwa früherer mündlicher Äußerungen, zu ermitteln. Diese seit Jahren entwickelte Praxis sei 2009 im Patientenverfügungsgesetz konkretisiert worden.
(25.06.10)
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Ärztevergütung an katholischen Krankenhäusern
Dritter Weg in der Sackgasse - Die Dienstgeber lassen gefundenen Kompromiss in letzter Minute scheitern!
Prof. Dr. Ingo Flenker: Katholische Kliniken können mit überalterten AVR im heutigen Wettbewerb nicht mehr mithalten!
Seit Jahren warten zehntausende Ärztinnen und Ärzte an den katholischen Krankenhäusern hierzulande auf eine faire und zeitgerechte Weiterentwicklung ihrer Gehälter in den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). "Monatelang hatte die Verhandlungskommission des Deutschen Caritasverbandes über einen Wechsel in modernere Tarifstrukturen und über höhere Gehälter verhandelt und sich letztlich auch bis ins Detail geeinigt", bilanziert Prof. Dr. Ingo Flenker, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes Landesverband Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz. "Nach diesen intensiven Vorarbeiten der Verhandlungskommission haben nun gestern die Dienstgeber in der jüngsten, zweitägigen Sitzung der Arbeitsrechtlichen Bundeskommission (AK) in Fulda ihre eigenen Verhandler im Stich gelassen und ihre Zustimmung zu dem vorgelegten Lösungspaket verweigert", kritisiert Prof. Dr. Ingo Flenker.
(22.06.10)
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Tarifrecht

„Erfolg für alle Arbeitnehmer in diesem Land“

Marburger Bund begrüßt Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) schreibt Tarifgeschichte: Es ist der Klage von im Marburger Bund organisierten Ärzten zu danken, dass das Gericht seine Rechtsprechung zum Grundsatz der Tarifeinheit ändern wird. Der in der Rechtsprechung noch bestehende, von der Wirklichkeit aber längst überholte Grundsatz der Tarifeinheit („Ein Betrieb – ein Tarifvertrag“) wird ad acta gelegt. Der Zehnte Senat des Bundesarbeitsgerichts hat sich die Auffassung des Vierten Senats zu Eigen gemacht, dass die Verdrängung eines Tarifvertrages nach dem Prinzip der Tarifeinheit mit dem Grundrecht der Koalitionsfreiheit nach Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz nicht vereinbar ist. Damit ist die Rechtsauffassung des Marburger Bundes, der erstmals im Jahr 2006 eigenständige Tarifverträge für Ärzte an Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern aushandelte, voll bestätigt worden.
(23.06.10)
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Gemeinsame Pressemitteilung der Berufsgewerkschaften

Resolution AG Hochschulmedizin
Medizinstudium in Lübeck erhalten
Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin lehnt die Pläne der Landesregierung Schleswig-Holsteins zur Schließung der Medizinischen Fakultät in Lübeck kategorisch ab. Sie seien "wissenschaftlich, ökonomisch und strukturpolitisch verfehlt", heißt es in einer Resolution der wichtigsten Institution der Hochschulmedizin, die auch vom Marburger Bund unterstützt wird. Die schleswig-holsteinische Landesregierung beabsichtigt, das Medizinstudium in Lübeck im Rahmen eines umfangreichen Sparpaketes zur Sanierung des Landeshaushalts auslaufen zu lassen. Ab dem Wintersemester 2011/12 sollen keine neuen Studierenden an der Medizinischen Fakultät in Lübeck immatrikuliert werden.
(16.06.10)
Resolution „Hochschulmedizin in Lübeck erhalten“ PDF-Icon
"Medizinstudium in Lübeck vor dem Aus" - Beitrag von Dr. Hauke J. Nielsen, MB Schleswig-Holstein

Tarifkonflikt Ärzte/VKA

Uneingeschränkte Zustimmung zur Tarifeinigung mit der VKA
Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes hat dem am 9. Juni ausgehandelten Tarifabschluss für die 55.000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern zugestimmt. Das Votum für die Annahme der Tarifeinigung mit den kommunalen Arbeitgebern fiel einstimmig aus. „Der Tarifkompromiss trägt klar die Handschrift des Marburger Bundes und ist eine ordentliche Etappe auf dem Weg zu besseren Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. Mit dem Gesamtpaket können wir ganz zufrieden sein“, sagte Rudolf Henke, Vorsitzender der Großen Tarifkommission und 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, nach der Sitzung am vergangenen Samstag (12. Juni).
(14.06.10)
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 Eckpunktepapier

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
MB erreicht Tarifkompromiss - Ärztestreik an kommunalen Kliniken wird ausgesetzt
„Ordentliches Ergebnis in schwieriger Zeit“
Der mehrmonatige Tarifkonflikt an den kommunalen Krankenhäusern ist beigelegt. Die Verhandlungskommissionen des Marburger Bundes (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) einigten sich am Mittwochmorgen in Offenbach auf einen Tarifkompromiss. Der Marburger Bund entschied darauf hin, die Arbeitskampfmaßnahmen an den kommunalen Kliniken so schnell wie möglich auszusetzen, spätestens bis heute (9. Juni) 24 Uhr. Nach einem 23-stündigen Verhandlungsmarathon einigten sich die Tarifparteien auf Eckpunkte einer Tarifeinigung. Danach erhalten die 55.000 Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken rückwirkend zum 1. Mai 2010 zwei Prozent mehr Gehalt und eine deutlich bessere Vergütung der Bereitschaftsdienste. Der neue Vertrag ist frühestens kündbar zum 31. August 2011. Zusätzlich zu der linearen Gehaltserhöhung vereinbarten die Tarifparteien eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro.
(09.06.10)
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Eckpunktepapier Tarifeinigung PDF-Icon
Presseinformation: Die wichtigsten Punkte der Tarifeinigung

Tarifkonflikt Ärzte/VKA

5000 Klinikärzte demonstrieren in Frankfurt – Tarifverhandlungen werden wieder aufgenommen
Zu einer eindrucksvollen Demonstration mit rund 5000 Teilnehmern sind heute in Frankfurt Ärztinnen und Ärzte aus den kommunalen Krankenhäusern zusammengekommen. Vor den Demonstranten aus allen Teilen Deutschlands sprach der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, von einer „enormen Rückendeckung“ im Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern. Henke machte deutlich, dass der Marburger Bund nach wie vor ein Angebot der Arbeitgeber erwarte, das den besonderen Arbeitsbedingungen im Ärztlichen Dienst gerecht wird. „Wenn sich die Arbeitgeber jetzt nicht bewegen, tragen sie die Verantwortung dafür, dass sich die Verhältnisse in den kommunalen Krankenhäusern weiter verschlechtern. Jede unbesetzte Arztstelle tut dem Patienten weh, der zu Recht eine individuelle Behandlung und Betreuung erwartet.“
(07.06.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Ärztekammern in Niedersachsen und Bayern unterstützen Forderungen der Klinikärzte
Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) sieht mit Sorge, dass immer mehr junge Ärzte Deutschland verlassen, um im Ausland zu praktizieren. Kollegen in den Nachbarländern würden bis zu 50 Prozent mehr verdienen. Besonders in den Kliniken sei der Mediziner-Mangel eklatant: 5.000 Stellen blieben in deutschen Krankenhäusern im vergangenen Jahr unbesetzt - Tendenz steigend. Der volkswirtschaftliche Verlust sei groß, wenn im eigenen Land ausgebildete Ärzte dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stünden. Deswegen mahnt ÄKN-Präsidentin Dr. Martina Wenker mit Nachdruck, bessere Arbeitsbedingungen für Klinikärzte zu schaffen. „Hierzu gehört auch eine angemessene Vergütung der Bereitschaftsdienste“, stellte Wenker fest. „In der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten bedeutet, einen erhöhten Einsatz zu leisten. Dieser Einsatz, verbunden mit der hoch verantwortungsvollen Tätigkeit, muss dringend anerkannt werden“, sagte die Lungenfachärztin.
Auch die Bayerische Landesärztekammer unterstützt die Forderungen der streikenden Ärztinnen und Ärzte und fordert die Arbeitgebervertreter auf, ein neues Angebot für die Tarifverhandlungen vorzulegen. Dr. H. Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), forderte: „Zumutbare Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung sind für die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern ein Gebot der Fairness und für eine gute Patientenversorgung notwendig“. Besonders die Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen müssten laut Koch verbessert werden. Viele qualifizierte ärztliche Fachkräfte würden unter anderem wegen den ungenügenden Arbeitsbedingungen und der unangemessenen Entlohnung bereits ins Ausland abwandern. Dadurch werde die Brisanz des absehbaren Ärztemangels in Deutschland noch erhöht. Um auch in Zukunft die gute Patientenversorgung in Deutschland aufrecht erhalten zu können, müssen auch den Ärztinnen und Ärzten in kommunalen Krankenhäusern attraktive und faire Arbeitsbedingungen angeboten werden. Ohne eine Anpassung der Ärztegehälter werde es für die kommunalen Krankenhäuser schwierig werden, den Ärztemangel zu bewältigen.
(07.06.10)
Ärztekammer Niedersachsen

Bayerische Landesärztekammer

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Zentrale Streik-Kundgebung: Klinikärzte demonstrieren am Montag in Frankfurt
Auch in der vierten Streikwoche werden die Ärztinnen und Ärzte den Arbeitskampf an den kommunalen Krankenhäusern fortsetzen. Für den Montag, 7. Juni, hat der Marburger Bund die streikenden Ärzte zu einer zentralen Demonstration in Frankfurt/M. aufgerufen. Die Demonstration wird um 12.00 Uhr in der Kaiserstraße (”Kaisersack”) Nähe Hauptbahnhof beginnen und zum Römerberg führen, wo um ca. 13.00 Uhr die Kundgebung stattfinden wird. „Diese Demonstration ist ein weiteres Signal an die kommunalen Arbeitgeber, den Weg zur Lösung unseres Konflikts freizumachen. Nur wenn die Arbeitgeber sich bewegen, machen neue Verhandlungen Sinn“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.
(04.06.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Massiver Ärzteprotest in Köln - 1500 Demonstranten vor dem Dom!
„Bern und Basel sind nicht weit – gutes Geld für Nachtarbeit!“, skandierten heute streikende Ärztinnen und Ärzte aus über 62 kommunalen Kliniken bei einer Großdemonstration in Köln. Damit machten sie ihrem Ärger über die völlig unzulängliche Bezahlung der Bereitschaftsdienste an deutschen Krankenhäusern Luft. Die Kundgebung in der Kölner Innenstadt war eine eindrucksvolle Demonstration der Stärke und Solidarität: Rund 1.500 streikende Ärztinnen und Ärzte aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen versammelten sich in der Domstadt, um den Funktionären der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) eine klare und unmissverständliche Botschaft zu senden: „Schluss mit der Geringschätzung ärztlicher Arbeit! Schluss mit der Unterbesetzung in den Kliniken! Schluss mit der Dauerblockade in dieser Tarifrunde!“
(02.06.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Bundesweite Großdemonstration am Montag, 7. Juni, in Frankfurt/M.
Die streikenden Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern erhöhen weiter den Druck. Sichtbares Zeichen für den Protest sind die vielen regionalen Demonstrationen und Kundgebungen. Am kommenden Montag, 7. Juni, werden sich die Ärzte zum zweiten Mal nach dem Streikauftakt am 17. Mai zu einer bundesweiten Großkundgebung versammeln, die dann in Frankfurt am Main stattfinden wird. Alle streikenden Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken sind aufgerufen, an der zentralen Demonstration teilzunehmen.
(01.06.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
LÄK Hessen: Klinikärzte sind keine Roboter
Die Landesärztekammer Hessen stellt sich hinter die Forderungen der streikenden Ärzte nach besseren Arbeitsbedingungen an den kommunalen Kliniken. „Die Protestaktionen an kommunalen Krankenhäusern sind berechtigt“, bekräftigte Ärztekammer-Präsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. „Klinikärzte sind keine Roboter, die auf Knopfdruck rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Dass ihre Forderungen auch eine gerechte Vergütung von Bereitschaftsdiensten in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen beinhalten, ist unverzichtbar.“ Mit deutlichen Worten kritisierte von Knoblauch die Blockadehaltung der VKA: „Wenn sich die erdrückende Situation an den Kliniken nicht bald ändert, wird sich der Ärztemangel in Hessen weiter dramatisch verstärken.“ Vor allem junge Menschen seien nicht mehr bereit, sich ausbeuten zu lassen, so von Knoblauch weiter. “Es ist deshalb höchste Zeit, die beruflichen Rahmenbedingungen der Lebenswelt junger Ärzte und Ärztinnen anzupassen.“
(01.06.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Landesärztekammer Rheinland-Pfalz stärkt streikenden Ärzten den Rücken
Unterstützung in ihrem Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne erhalten die streikenden Ärztinnen und Ärzten an den kommunalen Krankenhäusern auch von der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Für die derzeitige Blockadehaltung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat die Landesärztekammer kein Verständnis. „Es ist deshalb verständlich, dass die Ärztinnen und Ärzte den Druck auch in dieser Woche weiter erhöhen werden“, sagte Landesärztekammer-Präsident Professor Dr. Frieder Hessenauer. Die Ärztinnen und Ärzte fordern vor allem eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht, an den Wochenenden und an den Feiertagen. Hessenauer: „Wir können nicht länger die Augen davor verschließen, dass immer öfter Bereitschaftsdienst als Ersatz für Vollarbeit genutzt wird, um vorhandene Kapazitäten möglichst komplett auszulasten. Das ist gelebte Realität, und deshalb müssen Bereitschaftsdienste auch besser vergütet werden als bisher.“
(01.06.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Streikkundgebungen in Sindelfingen, Köln und Oldenburg
Zu drei großen landesweiten Kundgebungen mit überregionaler Ausstrahlung kommen in dieser Woche Hunderte streikende Ärztinnen und Ärzte kommunaler Kliniken in Sindelfingen, Köln und Oldenburg zusammen. In Sindelfingen werden am Dienstag ca. 400 Teilnehmer zu einer Demonstration durch die Innenstadt erwartet. Die streikenden Ärzte versammeln sich ab 13.30 Uhr vor dem Gelände des Klinikums Sindelfingen. Zur Großdemonstration am Mittwoch (2. Juni) in Köln werden streikende Ärzte aus den kommunalen Kliniken Nordrhein-Westfalens, Rheinland-Pfalz und angrenzenden Regionen erwartet. Die Teilnehmer sammeln sich bis 13 Uhr auf dem Roncalliplatz am Dom und marschieren dann in einem Rundweg durch die Kölner City wieder zum Roncalliplatz, wo ab 14 Uhr / 14.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden wird. Als Redner sind vorgesehen: Dr. Frank Ulrich Montgomery, Ehrenvorsitzender des Marburger Bundes und Vizepräsident der Bundesärztekammer, MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag und Michael Krakau, Mitglied der Kleinen Tarifkommission des Marburger Bundes. Ärzte aus Niedersachsen und Bremen versammeln sich am Donnerstag (3. Juni) um 10 Uhr in Oldenburg vor dem Haupteingang des Klinikums Oldenburg. Der Demonstrationszug wird sich um ca. 10.15 Uhr in Bewegung setzen. Für 12.15 Uhr ist eine Kundgebung in der Innenstadt angekündigt.
(31.05.10 - 61/10)

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Dauerblockade: VKA-Funktionäre fallen Kliniken in den Rücken
Der Ärztestreik an den kommunalen Kliniken zeigt Wirkung: Geschäftsführer der bestreikten Kliniken beklagen massive Erlösausfälle durch den Ausstand und fordern eine einvernehmliche Lösung am Verhandlungstisch. Blockiert wird eine solche Lösung aber durch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). „Die Funktionäre der VKA sind weiterhin auf Krawall gebürstet und zeigen keine Bereitschaft, den Forderungen der streikenden Ärzte entgegenzukommen. Deshalb werden wir den Druck auch in dieser Woche weiter erhöhen und den Arbeitgebern keine Erholungspause gönnen“, kündigte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, an.
(31.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Ärztekammer Westfalen-Lippe solidarisch mit streikenden Ärzten
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) unterstützt die Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bei ihrem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Arbeitsentgelte. Die Forderungen nach einem fairen Tarifangebot um einen gerechten Ausgleich für die steigenden Arbeitsbelastungen im Rund-um-die-Uhr-Dienst, insbesondere in den Bereitschaftsdiensten in der Nacht und am Wochenende, sind laut einer einstimmigen Entschließung des Vorstandes der ÄKWL gerechtfertigt. Der Vorstand der Kammer appelliert an die innerärztliche Solidarität, die Durchsetzung ärztlicher Interessen zur Wertschätzung der ärztlichen Arbeit zu unterstützen und ruft besonders auch die Abteilungsleiter zur Einhaltung der Notdienstverordnung auf. Der Kammervorstand kritisiert, dass Honorarärzte oder niedergelassene Kolleginnen und Kollegen durch ihre Bereitschaft, an den bestreikten kommunalen Kliniken Dienst zu tun, den Arbeitskampf und die Solidarität mit den Streikenden damit aufkündigen.
(28.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Ärztestreik wird fortgeführt – VKA blockiert Tarifkompromiss
„So kommen wir keinen Schritt weiter“, sagte heute der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, zu Verlautbarungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). „Die Arbeitgeber haben es in der Hand, den Ärztestreik in den kommunalen Krankenhäusern sofort zu beenden, indem sie uns ein Angebot vorlegen, das die Bezahlung der belastenden Dienste in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen deutlich verbessert, ohne dass den Ärzten zugleich ein Verzicht auf Freizeit und auf eine ordentliche lineare Steigerung der Gehälter zugemutet wird. Es geht nur beides zusammen, bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste und eine angemessene Erhöhung der Grundgehälter. Solange die kommunalen Arbeitgeber darauf beharren, dass eine bessere Bezahlung der Nachtarbeit im Regel- und Bereitschaftsdienst im wesentlichen von den Ärzten selbst finanziert wird, hat sich an der Lage nichts geändert, die zur Einleitung der Streiks geführt hat. Deshalb wird der Arbeitskampf solange fortgeführt, bis die Arbeitgeber einlenken und uns einen vertretbaren Kompromiss präsentieren“, bekräftigte Henke.
(27.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Streikende Ärzte fordern Einlenken der Arbeitgeber
Die Ärztestreiks an den kommunalen Kliniken sind auch heute mit großer Intensität fortgesetzt worden. Im ganzen Bundesgebiet fanden verschiedene Aktionen und Kundgebungen statt. Rund 500 Ärzte kamen in Bremen zusammen, um für ihre Forderungen nach besserer Bezahlung der Tages- und Nachtarbeit zu demonstrieren. Dem Protestzug vom Hauptbahnhof in die Innenstadt schlossen sich auch zahlreiche Kollegen aus Niedersachsen an, die am Vormittag mit Bussen und Zügen in die Hansestadt gekommen waren. In Köln marschierten am Vormittag etwa 400 Ärztinnen und Ärzte über die Hohenzollernbrücke in die Altstadt zum Kölner Rathaus. An einer Kundgebung in Koblenz beteiligten sich zur gleichen Zeit rund 200 Ärzte aus den kommunalen Kliniken in Rheinland-Pfalz. Auf der Kundgebung in Köln begrüßte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, die einsetzende Sitzungsaktivität auf der Arbeitgeberseite, wie dies in der morgigen Zusammenkunft des Gruppenausschusses der VKA für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zum Ausdruck komme. „Durch unser entschlossenes Vorgehen haben wir offenkundig Nachdenklichkeit erzeugt. Wir könnten auch in der nächsten Woche die Streiks ausweiten, wenn das notwendig werden sollte. Die bundesweiten und regionalen Ärztesprecher- und Streikleitertreffen in den vergangenen Tagen haben die Streikbereitschaft der Ärzte eindrücklich unter Beweis gestellt. Wir sind weit davon entfernt, dass uns die Puste ausgeht“, bekräftigte Henke. Zugleich machte der MB-Vorsitzende deutlich, dass in der Frage der linearen Gehaltserhöhung eine Tarifeinigung nicht „an der 5 vor dem Komma“ scheitern werde.
(26.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA

Ärzte demonstrieren in Köln und Bremen
Die streikenden Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern tragen am Mittwoch ihren Protest gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeber erneut auf die Straße. In Köln und Bremen werden sich Ärzte aus den dortigen Landesverbänden des Marburger Bundes und aus benachbarten Regionen zu Demonstrationen und Kundgebungen versammeln. Der Unmut der Ärzte macht sich an der Weigerung der kommunalen Arbeitgeber fest, die Tages- und Nachtarbeit der Ärzte besser zu bezahlen. Sie erwarten ein Angebot, das die gestiegene Arbeitsbelastung berücksichtigt und dem Lohndumping im Nachtdienst endlich einen Riegel vorschiebt.
(25.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Ärztestreik geht weiter - Henke fordert Angebot der Arbeitgeber
„Wir streiken weiter, bis die Arbeitgeber uns ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen“, kündigte heute der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, nach einer Sitzung des Bundesstreikkomitees der Ärztegewerkschaft an. Der Ärztestreik an den kommunalen Kliniken im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) werde deshalb auch in der nächsten Woche fortgesetzt. „Wenn wir uns jetzt nicht wehren, wird es nie gelingen, die vakanten Stellen im Ärztlichen Dienst zu besetzen. Genau das ist aber nötig, wenn die Arbeitsbedingun­gen wieder einiger­maßen erträglich werden sollen“, sagte Henke. Die Arbeitgeber riskierten ein Ausbluten der kommunalen Kliniken. Schon jetzt würde eine wachsende Zahl anderer Krankenhausträger den Ärzten bessere Konditionen anbieten.
(21.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA

Tausende Ärzte bei Kundgebungen in Stuttgart und Kiel
Ärztestreiks weiten sich aus
Die Streiks der Ärzte an den kommunalen Kliniken erfassen zunehmend stärker auch den Norden Deutschlands. In Niedersachsen werden Krankenhäuser in Hannover, Oldenburg, Stade/Buxtehude, Lüneburg und ab morgen auch in Wolfsburg bestreikt. In der kommenden Woche kommt das Klinikum Braunschweig hinzu, mit mehr als 400 Ärzten das zweitgrößte Krankenhaus in Niedersachsen. Auch die Ärzte an den Klinikstandorten in Wolfenbüttel, Peine und Emden werden dann in den Arbeitskampf eintreten. In weiteren Krankenhäusern laufen entsprechende Vorbereitungen. Auch in Schleswig-Holstein sind inzwischen Ärzte an 13 kommunalen Kliniken am Streik beteiligt. Zu einer Kundgebung vor dem Kommunalen Arbeitgeberverband in Kiel kamen heute etwa 1000 streikende Ärztinnen und Ärzte aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen zusammen.
(20.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
„Wenn andere schlafen, arbeiten wir“
Streikende Klinikärzte demonstrieren am Donnerstag in Stuttgart und Kiel
Der Druck auf die kommunalen Arbeitgeber steigt von Tag zu Tag: Allein in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind inzwischen weit über die Hälfte der rund 80 kommunalen Kliniken vom Ausstand der Ärzte betroffen. Eine wachsende Beteiligung verzeichnen auch andere Landesverbände des Marburger Bundes. Die Streikfront reicht inzwischen von Eckernförde im hohen Norden bis Passau im äußersten Süden. Ab 25. Mai werden sich auch die Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken in Bremen am Arbeitskampf beteiligen. „Wir sind in einem Streik, den die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände uns aufgezwungen hat. Deswegen liegt die Verantwortung für die wirtschaftlichen Folgen bei der VKA. Die Auseinandersetzung kann sofort beendet werden, wenn die Arbeitgeber sich davon lösen, den Marburger Bund und den Ärzten in den kommunalen Krankenhäusern einen Abschluss zu diktieren, den sie mit Verdi für die Rathäuser abgeschlossen haben. Sobald die Arbeitgeber diese starrsinnige Haltung verlassen, treffen wir uns binnen Stunden am Verhandlungstisch“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Die wachsende Streikbewegung zeige, dass die Ärzte durchaus in der Lage seien, den Druck weiter zu erhöhen. „Die Ärzte sind sehr motiviert und jederzeit bereit, noch eine Schippe draufzulegen, wenn es sein muss“, so Henke. Der Streik werde bis zur Vorlage eines akzeptablen Angebots der Arbeitgeber fortgeführt.
(19.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
4.000 Ärzte aus ganz Deutschland demonstrieren in München
Zu einer zentralen Kundgebung sind heute in München rund 4.000 streikende Krankenhausärztinnen und -ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengekommen. Auf Spruchbändern und Plakaten forderten sie eine faire Vergütung für ihre Tages- und Nachtarbeit an den kommunalen Kliniken. "Kein Nachtdienst zum Dumpinglohn", "Gute Arbeit - Gutes Geld", "Ausgelaugt und mies bezahlt - wir wehren uns", "24 Stunden: andere schlafen - wir arbeiten", hieß es auf den Transparenten der Demonstranten, die durch die Münchener Innenstadt zum Karlsplatz (Stachus) zogen.
(17.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Vollstreik mit 15.000 Ärzten an 200 Standorten
Massiver Druck vom ersten Streiktag an: Die im Marburger Bund organisierten Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken haben diese Ankündigung heute wahrgemacht. Etwa 15.000 Ärzte an den Krankenhäusern der Städte und Gemeinden haben bereits am ersten Tag des unbefristeten Vollstreiks die Arbeit niedergelegt. Vom Arbeitskampf betroffen waren bundesweit mehr als 200 Klinikstandorte.

(17.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Ärztetag erklärt sich solidarisch mit streikenden Ärzten
Wenige Tage vor Beginn des Arbeitskampfes hat der 113. Deutsche Ärztetag in Dresden seine Solidarität mit den streikenden Ärztinnen und Ärzten an kommunalen Krankenhäusern bekundet. Das Ärzteparlament forderte alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland auf, den Kampf ihrer Kolleginnen und Kollegen um bessere Arbeitsbedingungen und Arbeitsentgelte zu unterstützen. „Um den Patientinnen und Patienten unnötige Wartezeiten zu ersparen, werden alle niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gebeten, während der Zeit des Arbeitskampfes keine elektiven Einweisungen in kommunale Krankenhäuser zu veranlassen“, heißt es in dem Beschluss des Ärztetages. Für die Steigerung der Attraktivität der kurativen, ärztlichen Tätigkeit in Krankenhäusern sei insbesondere eine bessere Bezahlung der Arbeit zu ungünstigen Zeiten unverzichtbar“, betonten die Delegierten.
(14.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Auf nach München!
Tausende unbesetzte Arztstellen, steigende Arbeitsbelastung und Nachtdienste zu Dumpinglöhnen – die Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern wollen eine weitere Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen nicht mehr hinnehmen und verlangen eine faire Bezahlung ihrer Tages- und Nachtarbeit. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) aber verweigert eine substanzielle Verbesserung der Arbeits- und Einkommenssituation der Krankenhausärzte. Deshalb müssen die Ärzte den Arbeitgebern jetzt Beine machen und für ihre Forderungen streiken. Den Auftakt bildet eine zentrale Kundgebung und Demonstration am 17. Mai in München, zu der Krankenhausärzte aus allen Teilen Deutschlands erwartet werden.
Details zum Ablauf der Kundgebung PDF-Icon (13.05.10)

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Unter einem Prozent pro Jahr und Nullrunde 2012 – das ist kein Angebot
Mit Tricks und Finten wollen die Arbeitgeber die vom Marburger Bund geforderte bessere Bezahlung der Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern diskreditieren. Ein verbindliches Angebot an den Marburger Bund hat es nie gegeben. In letzten Sondierungen stellte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lediglich eine Gehaltssteigerung von 2,9 Prozent für einen Zeitraum von 33 Monaten in Aussicht. Umgerechnet auf ein Jahr wollte die VKA den Ärzten also nur ein minimales Gehaltsplus von deutlich weniger als 1 Prozent zugestehen. Konkret hätte dies bedeutet: Im Jahr 2010 hätten die Ärzte lediglich eine Gehaltssteigerung von 1,1 Prozent bekommen, für 2011 nur 0,5 Prozent und für das Jahr 2012 gar keine Erhöhung (0 Prozent). Damit wäre über die gesamte Laufzeit des Vertrages noch nicht einmal ein Inflationsausgleich garantiert. Faktisch wäre die Erhöhung der Arztgehälter im Jahresdurchschnitt sogar niedriger ausgefallen als die im Februar dieses Jahres vereinbarte Tarifsteigerung für den Öffentlichen Dienst.
(12.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Fakten statt Märchen
In der Tarifrunde 2010 fur die Ärzte an kommunalen Krankenhausern operiert die Arbeitgeberseite mit falschen Behauptungen. Der Marburger Bund widerlegt die Zahlenspielereien und irreführenden Darstellungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbande (VKA).
 MB Argumente "Fakten statt Märchen" PDF-Icon (12.05.2010)

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Aufruf zum Streik ab dem 17.05.2010 an kommunalen Krankenhäusern im Bereich der VKA
Auf Beschluss der Großen Tarifkommission des Marburger Bundes wird hiermit ab Montag, dem 17.05.2010, der Streik im Bereich der VKA ausgerufen. Gleichzeitig wird zu einer zentralen Kundgebung für den 17.05.2010 nach München eingeladen.
(10.05.10)
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117. Hauptversammlung
Personalmangel in den Kliniken gefährdet Patientenversorgung
Humanität und Grundsätze der Medizinischen Ethik werden in den Kliniken durch ökonomische Anforderungen und an „Markt und Wettbewerb“ orientierten Rahmenbedingungen zunehmend an den Rand gedrängt, kritisiert der Marburger Bund. „Immer weniger geht es um Heilen und Helfen, immer mehr stehen betriebswirtschaftliche Kennzahlen und die Erhöhung der Produktivität im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Entmenschlichung, Arbeitsverdichtung und gesundheitsgefährdende Arbeitszeitbedingungen sind neben anderen Faktoren dafür verantwortlich, dass immer weniger junge Menschen sich für die Tätigkeit in den Kernbereichen einer stationären Patientenversorgung entscheiden“, heißt es in einem Beschluss der 117. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Dresden.

Der zunehmende Mangel an Ärztinnen und Ärzten in den Kliniken werde inzwischen auch von den Klinikträgern und der Politik nicht mehr bestritten. „Die Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken sehen mit Sorge, dass diese Entwicklung zwischenzeitlich auch die Pflege und andere hochspezialisierte medizinische Assistenzberufe in den Kliniken erreicht hat. In der OP- und Intensivpflege gefährdet der Personalmangel zunehmend die medizinische Versorgung“, warnten die Delegierten. Der Marburger Bund fordert die Politik und die Klinikträger daher auf, die Arbeitsbedingungen in den Kliniken so zu gestalten, dass auch die anderen Kernberufe – Pflege und hochspezialisierte medizinische Assistenzberufe – für junge Menschen wieder attraktiv werden.

(10.05.10 - 48/10)

117. Hauptversammlung

Öffnung der Krankenhäuser darf zu keiner Konfrontation zwischen Leistungsanbietern führen
Das bisherige Verfahren der Zulassung von Krankenhäusern zur ambulanten Versorgung bei hochspezialisierten Leistungen, seltenen Erkrankungen und Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen muss kritisch überprüft und gegebenenfalls präzisiert werden, fordert der Marburger Bund. Die derzeitige Fassung des Paragrafen 116b im Sozialgesetzbuch V sorge eher für Konfrontation als für Kooperation zwischen ambulanten und stationären Leistungsanbietern, schüre den Konkurrenzkampf und rufe unnötige Rechtsstreitigkeiten hervor.

„Die Rechtsvorschrift muss daher im Sinne einer intelligenten Versorgungssteuerung künftig so ausgestaltet werden, dass die Öffnung der Krankenhäuser keine ambulanten Parallelstrukturen bewirkt, sondern nur eine Ergänzung im Bereich hochspezialisierter Leistungen sowie bei seltenen Erkrankungen und Erkrankungen mit besonderem Verlauf, wenn zur Leistungserbringung weder niedergelassene noch ermächtigte Fachärzte zur Verfügung stehen. Zu diesem Zweck ist ein geregeltes Abstimmungsverfahren mit dem Ziel einer Klärung der jeweiligen Versorgungssituation und Herstellung eines Einvernehmens zwischen den Krankenhausplanungsbehörden und den Organen der ärztlichen Selbstverwaltung gesetzlich zu verankern“, forderten die Delegierten der 117. Hauptversammlung des MB in Dresden.

(10.05.10 - 46/10)

117. Hauptversammlung
Eigenständige Tarifverträge für alle angestellten Ärzte
Der Marburger Bund hat auf der 117. Hauptversammlung in Dresden sein Ziel bekräftigt, die Arbeitsbedingungen und Vergütung grundsätzlich aller angestellten Ärztinnen und Ärzte in arztspezifischen Tarifverträgen zu regeln. Der Verband vertrete auch die Interessen von angestellten Ärztinnen und Ärzten in Medizinischen Versorgungszentren und Arztpraxen. “Die vom Marburger Bund verhandelten Tarifverträge sind nicht nur Grundlage für die Vergütung der Krankenhausärzte – sie sind auch der Vergleichsmaßstab für die Kolleginnen und Kollegen in anderen Versorgungsbereichen. Der Marburger Bund wird jedem Versuch, den angestellten Ärztinnen und Ärzten ihr Recht auf eigenständige und von anderen Gewerkschaften unabhängige gewerkschaftliche Vertretung zu verwehren, entschieden entgegentreten“, heißt es in dem Beschluss der Hauptversammlung.
(10.05.10 - 47/10)

117. Hauptversammlung
Freie Wahl des Ausbildungskrankenhauses im Praktischen Jahr
Der Marburger Bund fordert, dass die Ausbildung der Studierenden im Praktischen Jahr (PJ) liberalisiert wird und die Studierenden größere Gestaltungsräume bei der Wahl des Ausbildungskrankenhauses erhalten. Die Beschränkung auf wenige bestimmte Lehrkrankenhäuser sollte aufgegeben werden. „Der Studierende sollte frei wählen können, in welchem geeigneten Krankenhaus er das Praktische Jahr absolviert“, forderten die Delegierten der 117. Hauptversammlung in Dresden.

In einem weiteren Beschluss fordert der Marburger Bund das Bundesministerium für Gesundheit auf, die Approbationsordnung dahingehend zu ändern, dass der schriftliche Teil des zweiten Abschnitts der ärztlichen Prüfung vor das Praktische Jahr verlagert wird.

(10.05.10 - 49/10)

117. Hauptversammlung
MB für verbesserte Evaluation der Weiterbildung zum Facharzt
Die Ergebnisse des Projekts „Evaluation der Weiterbildung 2009“ der Bundesärztekammer bestätigen trotz nur mäßiger Beteiligung der Weiterzubildenden die Einschätzung des Marburger Bundes zur Realität der ärztlichen Weiterbildung in Deutschland, heißt es in einem Beschluss der 117. Hauptversammlung des MB in Dresden. Die insgesamt gute Globalbewertung der Weiterbildung anhand der Durchschnittsnoten zeige die bekannte gute Ergebnisqualität, die Durchschnittsnote ermögliche aber nicht die Unterscheidung zwischen guten oder schlechten  Weiterbildungsstätten bzw. Weiterbildungsbefugten. Trotz „scheinbar“ guter Durchschnittswerte zeige die reale Betrachtung der Weiterbildung vor Ort ein deutlich anderes Bild: Nur 50 Prozent der Weiterzubildenden erhalten einen Weiterbildungsplan, nur 60 Prozent Weiterbildungsziele; eine große Zahl der Weiterzubildenden verweigert die Aufnahme in den Befugtenbericht. Der MB spricht sich daher dafür aus, dass bei weiteren Veröffentlichungen keine Aus wertung über Mittelwerte, sondern Häufigkeitsverteilungen mit Angabe der Beteiligungsquoten erfolgen.
(10.05.10)
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117. Hauptversammlung
Marburger Bund warnt vor Rabattwettbewerb in der Krankenhausversorgung
Die Delegierten der 117. Hauptversammlung des Marburger Bundes haben Forderungen zur Einführung selektiver Vertragsstrukturen in der Krankenhausversorgung eine klare Absage erteilt. „Selektive Verträge stellen kein geeignetes Instrument zur dauerhaften Sicherstellung einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen stationären Versorgung dar“, heißt es im Beschluss der Hauptversammlung. Die insbesondere von den Kassenverbänden propagierten Einzelverträge zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern würden die Krankenhausplanung aushöhlen, die Patientensouveränität einschränken und zu einem Rabattwettbewerb führen, der die Qualität der Versorgung verschlechtere.
In einem weiteren Beschluss fordert der Marburger Bund die Bundesregierung auf, sich den neuerlichen Versuchen zur Änderung der EU-Arbeitszeitrichtlinie zu widersetzen. „Die EU-Arbeitszeitrichtlinie bezweckt den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der zum wiederholten Male von der EU-Kommission vorgetragene Änderungsbedarf, insbesondere die Aufteilung des Bereitschaftsdienstes in einen aktiven und einen inaktiven Teil, dient ausschließlich ökonomischen Interessen der Krankenhausarbeitgeber und widerspricht dem Zweck der Arbeitszeitrichtlinie. Im Interesse der Ärztinnen und Ärzte und der Patienten darf der Zweck der EU-Arbeitszeitrichtlinie nicht relativiert werden“, forderten die Delegierten der MB-Hauptversammlung in Dresden.

(09.05.10 - 45/10)

117. Hauptversammlung
MB: Erhöhung der Medizin-Studienplätze prüfen
„Qualität der Lehre deutlich verbessern“
Der Marburger Bund fordert die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, zu prüfen, ob auch durch eine Erhöhung der Studienplätze in der Medizin mittelfristig dem Nachwuchsmangel begegnet werden kann. Zugleich müssten dann aber auch die Kapazitäten in der klinischen Ausbildung, am Krankenbett des Patienten, erweitert werden. „Vorher und auch kontinuierlich muss die Qualität der Lehre deutlich verbessert und mehr Praxisbezug hergestellt werden. Außerdem müssen die Lehr- und Prüfungsinhalte überprüft und am Ausbildungsziel orientiert werden“, forderten die Delegierten der 117. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Dresden.
Bisher würden nur die Universitätskliniken die Ausbildung am Krankenbett des Patienten übernehmen. „Die Einbeziehung auch anderer Krankenhäuser in die klinische Ausbildung der Medizinstudenten – unter der Lehrverantwortung der Medizinischen Fakultäten – ist in die Überlegungen mit einzubeziehen“, heißt es in dem Beschluss der Hauptversammlung.

(09.05.10 - 44/10)

117. Hauptversammlung
Marburger Bund gegen Landarztquote bei Zulassung zum Medizinstudium
Der Marburger Bund lehnt eine über das Zulassungsverfahren der ZVS hinausgehende Quotierung der Studienplätze in der Humanmedizin kategorisch ab. „Eine Landarztquote darf bei der Zulassung zum Medizinstudium kein Auswahlkriterium werden. Die Zurückhaltung einer Anzahl von Studienplätzen für Abiturienten mit schlechterem Abiturschnitt oder Personen ohne Abitur, die sich nach Studium und der Weiterbildung auf dem Land niederlassen sollen, halten wir für ein ungeeignetes Kriterium in der Auswahl der Studienplatzbewerber“, heißt es in dem Beschluss der 117. Hauptversammlung in Dresden. Zur Begründung führten die Delegierten an, dass die Einführung einer Landarztquote die freie Berufswahl massiv einschränken würde. Die Vertreter der angestellten Ärzte sprachen sich darüber hinaus für die Abiturnote als ein Auswahlkriterium bei der Zulassung zum Medizinstudium aus.
(09.05.10 - 43/10)

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
VKA betreibt Stimmungsmache gegen Ärzte
Unterbesetzte Stationen, überbordende Bürokratie und unterbezahlte Nachtdienste – die Arbeitsbedingungen der Ärzte an kommunalen Kliniken sind alles andere als attraktiv. Es läge an den kommunalen Kliniken diese Zustände zu beseitigen, um im Wettbewerb mit anderen Krankenhausträgern nicht vollends ins Hintertreffen zu gelangen. Stattdessen aber ergeht sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in wüster Polemik gegen die Ärzte. „Die Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern arbeiten am absoluten Limit und werden dafür auch noch von den Großmuftis der kommunalen Arbeitgeberverbände als privilegierteste Berufsgruppe verhöhnt. Die Behauptung der VKA, wir würden Gewerkschaftspolitik auf Kosten der Allgemeinheit betreiben, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Es sind doch die Arbeitgeber selbst, die durch ihre Untätigkeit und völlige Verkennung der Realität die Ärzte aus den kommunalen Häusern treiben und dadurch die stationäre Grundversorgung der Patienten in Gefahr bringen. Der VKA fehlen schlicht die Argumente. Deshalb versucht sie mit Sozialneid und Stimmungsmache in den Kliniken die moderaten Forderungen der Ärzte nach einer besseren Bezahlung ihrer Tages- und Nachtarbeit zu diskreditieren. Es wird beim Versuch bleiben“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, zum Auftakt der 117. Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft in Dresden.
(08.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA

Klares Votum für Ärztestreik an kommunalen Kliniken
Arbeitskampf beginnt am 17. Mai – Großkundgebung in München
Die Urabstimmung über einen Arbeitskampf der Marburger Bund-Mitglieder an den kommunalen Krankenhäusern im Tarifbereich VKA hat ein klares Votum erbracht: 93 Prozent der teilnehmenden Ärzte haben für und 7 Prozent gegen die Aufnahme von Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. Das Bundesstreikkomitee der Ärztegewerkschaft hat daraufhin in Absprache mit den Landesstreikkomitees entschieden, in der Woche ab dem 17. Mai 2010 einen unbefristeten Vollstreik an den kommunalen Krankenhäusern im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) durchzuführen. Den Auftakt bildet eine zentrale Kundgebung und Demonstration am 17. Mai in München, zu der Krankenhausärzte aus allen Teilen Deutschlands erwartet werden.
(07.05.10)
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DRV-Ärztestreik
Sozialmedizin bedroht – Protest der streikenden DRV-Ärzte in Berlin
Mit einer symbolischen Trauerfeier haben heute Ärztinnen und Ärzte aus den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) am Rande des Hauptstadtkongresses „Medizin und Gesundheit“ gegen die fortgesetzte Ungleichbehandlung durch die Arbeitgeber protestiert. In der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung kämpfen die streikenden DRV-Ärzte für einen eigenen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen in den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der DRV. Die DRV-Ärzte arbeiten unter veralteten Tarifverträgen, erhalten im Durchschnitt etwa ein Drittel weniger Gehalt als Ärzte an Akutkliniken und müssen aufgrund des Personalmangels eine stetig wachsende Arbeitsbelastung bewältigen. Immer mehr Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung haben deshalb Probleme, Arztstellen zu besetzen. Schon jetzt können rund 15 Prozent der Arztstellen bei der DRV nicht besetzt werden.

Die Hartnäckigkeit der streikenden Ärztinnen und Ärzte beginnt allerdings Wirkung zu zeigen: Nach vertraulich geführten Verhandlungen des Marburger Bundes mit der DRV Knappschaft-Bahn-See (KBS) sind Eckpunkte eines Tarifvertrages für die Ärztinnen und Ärzte im Sozialmedizinischen Dienst der KBS vereinbart worden. Das Tarifergebnis entspricht im Volumen den Tarifen an den Akutkliniken. Der Vertrag könnte den Weg zu einer Gesamtlösung mit den drei Arbeitgeberverbänden der Deutschen Rentenversicherung ebnen. Neben der DRV Bund und der DRV KBS ist auch die Tarifgemeinschaft der Deutschen Rentenversicherung (TgDRV) Teil der gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft für Tarifangelegenheiten der DRV-Arbeitgeber.

(06.05.10)
 Tarifbereich DRV

DRV-Ärztestreik
Durchbruch an der DRV-Tariffront
MB erzielt Einigung mit Knappschaft
In die seit Monaten andauernde Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgebern der Deutschen Rentenversicherung (DRV) kommt Bewegung: Der Marburger Bund vereinbarte nach vertraulich geführten Verhandlungen mit der DRV Knappschaft-Bahn-See (KBS) Eckpunkte eines Tarifvertrages für die Ärztinnen und Ärzte im Sozialmedizinischen Dienst der KBS. Das Tarifergebnis entspricht im Volumen den Tarifen an den Akutkliniken. Der Modellcharakter des ersten arztspezifischen Tarifvertrages für Ärzte im Bereich der Deutschen Rentenversicherung wird auch an der vereinbarten Laufzeit deutlich: Vertragsbeginn ist rückwirkend der 1. Januar 2010, Vertragsende bereits am 30. September 2010. Damit bleibt Zeit für Anpassungen an die Tarifentwicklung im weiteren Verlauf dieses Jahres. Die mit der KBS erzielte Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifgremien. Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes wird am kommenden Samstag, 8. Mai, in Dresden über die Annahme des Verhandlungsergebnisses entscheiden.
(05.05.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Klinikärzte arbeiten am Anschlag – mehr Last geht nicht!
Die Botschaft an die Arbeitgeber ist eindeutig und klar: Wir lassen uns nicht den Tarifabschluss für die kommunalen Amtsstuben und Rathäuser aufzwingen! Bei ihrer gestrigen Zusammenkunft mit der MB-Spitze ließen die Ärztesprecherinnen und Ärztesprecher aus den Krankenhäusern im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) keinen Zweifel an ihrer Streikbereitschaft aufkommen. „Die Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern arbeiten am Anschlag“, war der einhellige Tenor. Die dramatische Unterbesetzung auf den Stationen führt nicht nur zur Überlastung der vorhandenen Ärzte, sondern immer mehr auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Patientenversorgung. Der Anspruch auf eine bedarfsgerechte, zuwendungsorientierte Versorgung bleibt auf der Strecke, wenn sich die Arbeitsbedingungen nicht entscheidend ändern.
(30.04.10)
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Interview

MB plädiert für bessere Integration ausländischer Ärzte
Ausländische Ärzte werden in deutschen Kliniken gebraucht und von Kollegen wie Patienten positiv aufgenommen, betont Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes, im Interview mit der Zeitschrift „Gesundheit und Gesellschaft“ (Ausgabe 4/2010). „Salopp gesagt: Multikulti in der Klinik funktioniert meistens recht gut. Die fachliche Kommunikation mit den Kollegen bereitet sowieso eher wenig Probleme, weil die medizinische Terminologie international gleich ist. Eine größere Herausforderung sind die Gespräche zwischen Ärzten und Patienten“, so Ehl. Die Krankenhäuser müssten mehr in die Integration der ausländischen Ärzte investieren. Noch seien die Ansätze in den Kliniken sehr unterschiedlich. „Kliniken mit einem hohen Anteil an ausländischen Ärzten oder einem strukturierten Austausch mit ausländischen Kliniken – ich denke an die Uniklinik Aachen, die mit der Uniklinik Maastricht kooperiert – gehen die Integration systematischer an. Derartige Bemühungen haben Vorbildcharakter für andere Häuser“, unterstreicht Ehl.
(April 2010)
Das Interview mit Armin Ehl im Wortlaut Icon: PDF-Dokument

Tarifkonflikt Ärzte/VKA
Henke: Kommunale Arbeitgeber schaden ihren Kliniken
Urabstimmung der Krankenhausärzte beginnt
„Es ist ordentlich Druck im Kessel“, so beschreibt Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, die Stimmungslage der Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken. Von heute an bis zum 7. Mai, 8.00 Uhr, können die Mitglieder des Marburger Bundes darüber abstimmen, ob an den Krankenhäusern im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Arbeitskampfmaßnahmen eingeleitet werden. „Die kommunalen Arbeitgeber haben diese Konfrontation heraufbeschworen. Wer nach drei Verhandlungsmonaten und fünf Verhandlungsrunden kein förmliches Angebot vorlegt, bleibt unverbindlich und lässt jeden Einigungswillen vermissen. Die starre Selbstbindung der Arbeitgeber an den Tarifabschluss für die kommunalen Amtsstuben und die mangelnde Bereitschaft, auf die spezifischen Belange der Ärzte einzugehen, hat am Ende all unsere Bemühungen um eine Verhandlungslösung zunichte gemacht. Deshalb müssen wir jetzt andere Wege beschreiten“, betont Henke.

(28.04.10)
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Plakat "Schluss mit den Zumutungen" Icon: PDF-Dokument

Hauptversammlung

117. Hauptversammlung des Marburger Bundes tagt in Dresden
Es hat Tradition: Am Wochenende vor dem Deutschen Ärztetag kommt der Marburger Bund am gleichen Ort zu seiner Hauptversammlung zusammen. Die 117. Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft am 8./9. Mai 2010 findet diesmal in sehr bewegten, stürmischen Zeiten statt. Die Tarifverhandlungen für die 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind an der mangelnden Kompromissbereitschaft und Vorfestlegungen der Arbeitgeber gescheitert. Die Urabstimmung über einen Streik der Klinikärzte wird nun eingeleitet. Auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes im Dresdener Art’otel wird der Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern entsprechend breiten Raum einnehmen. Die 205 Delegierten werden aber auch wichtige gesundheitspolitische Themen diskutieren, zu denen der Marburger Bund im Vorfeld des 113. Deutschen Ärztetages Stellung nehmen wird.
(23.04.10)
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Tarifkonflikt Ärzte/VKA

Countdown zur Urabstimmung läuft
Marburger Bund widerlegt Behauptungen der kommunalen Arbeitgeber
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben nun die Mitglieder des Marburger Bundes an den kommunalen Krankenhäusern das Wort. Die Ärztegewerkschaft wird in der Zeit vom 28. April bis 7. Mai, 8.00 Uhr, die Urabstimmung über einen Streik an den kommunalen Kliniken durchführen und nach der Auszählung des Mitgliedervotums am 7. Mai das Ergebnis bekannt geben. Erste Streiks könnten dann in der Woche ab dem 17. Mai beginnen. „Wir haben sehr viel Geduld mit den Arbeitgebern gehabt. Über fünf Verhandlungsrunden wurden Einigungsmöglichkeiten diskutiert, ohne dass die VKA bereit war, den entscheidenden Schritt auf uns zuzugehen. Deshalb bleibt uns jetzt gar keine andere Möglichkeit, als den Arbeitgebern unsere Entschlossenheit in der sichtbarsten Weise zu demonstrieren“, sagte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.
(19.04.10)
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DocSteps 2010
DocSteps bietet umfassenden Einblick in die ärztliche Arbeitswelt
Karrieremesse des Marburger Bundes am 17./18. April im ICC Berlin
Am Wochenende findet in Berlin die derzeit größte Karrieremesse für Medizinstudenten und junge Ärzte statt. Bereits vor dem offiziellen Start zeichnet sich ab, dass auch die Neuauflage von DocSteps, der Medizinermesse des Marburger Bundes, ein voller Erfolg werden wird. Rund 1.400 Medizinstudenten und junge Ärzte haben sich angekündigt, über 60 Aussteller aus dem In- und Ausland werden im ICC Berlin über Karrierewege in der Medizin informieren. Seit Wochen sind die Teilnehmerplätze sowie die gesamte Ausstellungsfläche restlos ausgebucht.
(16.04.10)
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DRV-Ärztestreik
Kundgebung der DRV-Ärzte in Düsseldorf
Gegen die fortgesetzte Ungleichbehandlung durch die Arbeitgeber protestieren am Donnerstag, 15. April, in Düsseldorf Ärztinnen und Ärzte aus den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Die Demonstration wird um 13 Uhr vor dem Sitz der DRV Rheinland, Königsallee 71, beginnen. Gegen 14 Uhr ist an gleicher Stelle eine Abschlusskundgebung vorgesehen. In der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung kämpfen die streikenden Ärzte für einen eigenen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen in den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der DRV. Sie wollen nicht länger wie Ärzte zweiter Klasse behandelt werden und fordern eine Gleichstellung mit ihren Kollegen an den Akutkliniken.

(14.04.10)
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Tarifverhandlungen Ärzte/VKA

Tarifverhandlungen mit VKA gescheitert
Nach fast 48-stündigen Verhandlungen hat der Marburger Bund (MB) die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken abgebrochen. In der fünften Runde zeigte sich keine Möglichkeit eines Kompromisses. „Die Arbeitgeber haben den Ernst der Lage nicht erkannt. Wir haben alles in die Waagschale gelegt, um zu einer Einigung auf dem Verhandlungswege zu kommen. Am Ende hat die Unbeweglichkeit der Arbeitgeber zu der jetzigen Situation geführt. Die VKA hat den Arbeitskampf provoziert“, so Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.
(08.04.2010)
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Klinikärzte: Tarifverhandlungen für Ärzte an kommunalen Kliniken gescheitert (Video ARD-Tagesschau)
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